Eine gute elektrische Zahnbürste entfernt deutlich mehr Plaque als eine Handzahnbürste - entscheidend sind die Reinigungsleistung und eine Andruckkontrolle, die das Zahnfleisch schützt. Wir haben drei Modelle verglichen.
Ob Schallzahnbürste oder oszillierend-rotierendes Modell: Wichtig ist, dass die Bürste Zahnbelag gründlich und zugleich schonend entfernt. Eine Andruckkontrolle warnt vor zu starkem Druck und schützt so Zähne und Zahnfleisch. In diesen Test haben wir nur Modelle mit Timer und wiederaufladbarem Akku aufgenommen.
Testergebnisse für 3 elektrische Zahnbürsten
| Produkt | Putztechnik | Preis | Andruckkontrolle | Qualitätsurteil | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Philips Sonicare 5500 Testsieger | Schall | ~90 € | ✓ | 1,7 GUT |
| 2 | Oral-B iO Series 3N | rotierend | ~80 € | ✓ | 1,9 GUT |
| 3 | Müller Sensident Perfect Clean | rotierend | ~20 € | ✗ | 2,4 GUT |
Bewertungsskala: sehr gut (0,5-1,5) · gut (1,6-2,5) · befriedigend (2,6-3,5) · ausreichend (3,6-4,5) · mangelhaft (4,6-5,5)
So haben wir getestet
Die Reinigungsleistung ist das wichtigste Kriterium: Wir haben geprüft, wie gründlich die Bürsten Zahnbelag entfernen, auch an schwer erreichbaren Stellen. Daneben flossen die Handhabung (Aufsteckbürsten, Putzmodi, Ladezeit), die Haltbarkeit und Verarbeitung sowie die Umwelteigenschaften in die Bewertung ein. Modelle mit reiner Ultraschalltechnik ohne überzeugende Reinigung haben wir nicht berücksichtigt.
Gewichtung der Bewertungskriterien:
Schallzahnbürste · 3 Putzmodi · Andruckkontrolle
Die beste Reinigungsleistung im Test: Die Schalltechnik der Sonicare 5500 entfernt Zahnbelag besonders gründlich und kommt dabei auch an den Zahnzwischenräumen gut zurecht. Die Andruckkontrolle warnt zuverlässig vor zu starkem Druck und schützt so das Zahnfleisch. Drei Putzmodi, ein Zwei-Minuten-Timer und eine Akkulaufzeit von rund zwei Wochen runden das Bild ab.
- Putztechnik
- Schall (Vibration)
- Putzmodi
- 3 (Clean, White, GumCare)
- Akkulaufzeit
- ~14 Tage
- Preis
- ~90 € (Ersatzbürsten ~7 €)
Testergebnisse im Detail
Vorteile
- Beste Reinigungsleistung im Test
- Zuverlässige Andruckkontrolle
- Lange Akkulaufzeit (~2 Wochen)
- Schont das Zahnfleisch auch bei empfindlichen Nutzern
Nachteile
- Höherer Anschaffungspreis
- Ersatzbürsten vergleichsweise teuer
Fazit: Klarer Testsieger. Wer die beste Reinigung und ein schonendes Putzgefühl sucht, liegt mit der Sonicare 5500 richtig - auch bei empfindlichem Zahnfleisch.
Die iO Series 3N arbeitet mit einer oszillierend-rotierenden Putztechnik, die von einem leisen Magnetantrieb bewegt wird und Zahnbelag sehr gründlich löst. In unserer Bewertung liegt die Reinigungsleistung nur knapp hinter dem Testsieger, weil der kleine Rundkopf jeden Zahn einzeln umschließt und auch am Zahnfleischrand sauber arbeitet. Besonders gelungen ist die sichtbare Andruckkontrolle: Ein Leuchtring wechselt von Grün zu Rot, sobald zu fest gedrückt wird, was vor allem unerfahrenen Nutzern hilft, das Zahnfleisch zu schonen. Im Alltag überzeugen zudem der angenehm leise Lauf und die solide Verarbeitung. Gegen den ersten Platz sprechen vor allem die vergleichsweise teuren Ersatzbürsten und die dadurch höheren Folgekosten. Wer damit leben kann, erhält eine erstklassige Reinigung knapp unterhalb des Testsiegers.
- Putztechnik
- oszillierend-rotierend
- Andruckkontrolle
- Leuchtring (grün/rot)
- Besonderheit
- Magnetantrieb, leise
- Preis
- ~80 € (Ersatzbürsten ~9 €)
Vorteile
- Sehr gründliche Reinigung, knapp hinter dem Testsieger
- Sichtbare Andruckkontrolle per Leuchtring
- Leiser Magnetantrieb
- Solide Verarbeitung
Nachteile
- Teure Ersatzbürsten
- Höhere Folgekosten als beim Testsieger
Die Sensident Perfect Clean aus der Drogerie zeigt, dass gute Mundhygiene nicht teuer sein muss: Die oszillierend-rotierende Bürste entfernt Zahnbelag deutlich besser als eine Handzahnbürste und reinigt im Test überraschend ordentlich. Zum kleinen Preis gibt es allerdings spürbare Abstriche bei der Ausstattung - eine Andruckkontrolle fehlt, sodass kräftige Putzer ihr Zahnfleisch leichter überlasten. Auch die Auswahl an Aufsteckbürsten ist begrenzt, und an die Verarbeitung der Markenmodelle reicht sie nicht ganz heran. Dafür sind die Ersatzbürsten günstig, was die laufenden Kosten niedrig hält. Gegenüber dem Testsieger fehlen Komfortfunktionen wie mehrere Putzmodi und eine ebenso lange Akkulaufzeit. Für preisbewusste Nutzer mit gesundem Zahnfleisch bleibt sie dennoch eine sehr gute Wahl.
- Putztechnik
- oszillierend-rotierend
- Andruckkontrolle
- nein
- Besonderheit
- sehr günstig
- Preis
- ~20 €
Vorteile
- Sehr günstig in Anschaffung und Unterhalt
- Reinigt deutlich besser als eine Handzahnbürste
- Einfache, unkomplizierte Bedienung
Nachteile
- Keine Andruckkontrolle
- Begrenzte Auswahl an Aufsteckbürsten
- Wenige Komfortfunktionen
Häufige Fragen
Schall- oder Rotationszahnbürste - was ist besser?
Beide Techniken reinigen deutlich besser als eine Handzahnbürste. Schallbürsten gelten als etwas schonender bei empfindlichem Zahnfleisch, rotierende Modelle haben bei der Plaque-Entfernung leichte Vorteile. Wichtiger als die Technik ist die richtige Putztechnik.
Wozu dient die Andruckkontrolle?
Sie warnt, wenn beim Putzen zu viel Druck ausgeübt wird. Zu starker Druck kann Zahnfleisch und Zahnschmelz schädigen. Gerade für Menschen, die kräftig putzen, ist die Funktion sehr sinnvoll.
Wie oft sollte man die Aufsteckbürste wechseln?
Etwa alle drei Monate oder früher, wenn die Borsten sichtbar abgenutzt sind. Abgenutzte Borsten reinigen schlechter und können das Zahnfleisch reizen.
Muss es ein teures Markenmodell sein?
Nein. Unser Test zeigt, dass auch günstige Drogerie-Modelle gut reinigen können. Wer auf Komfortfunktionen wie Andruckkontrolle und viele Putzmodi verzichten kann, spart deutlich.
Hinweis: Die Ergebnisse dieses Tests beruhen auf praktischen Vergleichen und Herstellerangaben und stellen keine Garantie dar. Bei Zahnfleischproblemen oder Unsicherheit zur richtigen Putztechnik wenden Sie sich an Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt.
