Ein guter Saugroboter nimmt einem die tägliche Bodenreinigung ab - aber nur, wenn Saugkraft, Wischfunktion und Navigation zusammenpassen. Wir haben drei Saug-Wisch-Roboter mit Station verglichen.
Moderne Saugroboter saugen und wischen in einem Durchgang, kehren selbstständig zur Station zurück und entleeren dort ihren Staubbehälter. Entscheidend sind eine ausreichende Saugkraft (gemessen in Pa), eine zuverlässige Hinderniserkennung und eine wartungsarme Station. In diesen Test haben wir nur Modelle mit Wischfunktion und Absaug- oder Reinigungsstation aufgenommen.
Testergebnisse für 3 Saugroboter
| Produkt | Saugkraft | Preis | Station | Qualitätsurteil | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Roborock Qrevo Testsieger | 5.500 Pa | ~400 € | ✓ | 1,8 GUT |
| 2 | Dreame L10s Ultra | 5.300 Pa | ~500 € | ✓ | 2,1 GUT |
| 3 | Ecovacs Deebot N20 Pro | 5.000 Pa | ~300 € | ✓ | 2,7 BEFRIEDIGEND |
Bewertungsskala: sehr gut (0,5-1,5) · gut (1,6-2,5) · befriedigend (2,6-3,5) · ausreichend (3,6-4,5) · mangelhaft (4,6-5,5)
So haben wir getestet
In einem mit Hartboden und Teppich ausgestatteten Testraum haben wir jeden Roboter über mehrere Reinigungsdurchläufe geschickt. Bewertet wurden die Saugleistung bei Krümeln und Tierhaaren, die Gründlichkeit der Wischfunktion auf Hartböden, die Navigation und Hinderniserkennung, der Komfort der Station (Absaugen, Mopp-Reinigung) sowie die Lautstärke. Geräte ohne Wischfunktion oder ohne Station blieben außen vor.
Gewichtung der Bewertungskriterien:
Saug-Wisch-Roboter mit Station · 5.500 Pa · LiDAR-Navigation
Der ausgewogenste Roboter im Test: 5.500 Pa Saugkraft holen Krümel und Tierhaare zuverlässig auch aus Teppichkanten, während zwei rotierende Wischmopps Hartböden gründlich und gleichmäßig reinigen. Die Station saugt den Staubbehälter selbst ab, füllt Wasser nach und reinigt die Mopps - das hält den Wartungsaufwand gering. Die LiDAR-Navigation kartiert die Wohnung präzise und meidet Hindernisse sicher.
- Saugkraft
- 5.500 Pa
- Wischen
- 2 rotierende Mopps, Wasser-Nachfüllung
- Station
- Absaugen, Mopp-Reinigung, Auffüllen
- Preis
- ~400 €
Testergebnisse im Detail
Vorteile
- Hohe Saugkraft auch auf Teppich
- Gründliches, gleichmäßiges Wischen
- Selbstreinigende, wartungsarme Station
- Präzise LiDAR-Navigation
Nachteile
- Station benötigt etwas Stellfläche
- Auf Hochflorteppich keine Wischsperre
Fazit: Klarer Testsieger. Saugen, Wischen und Navigation auf hohem Niveau, dazu eine komfortable Station - das beste Gesamtpaket im Test zu einem fairen Preis.
Der Dreame L10s Ultra ist die stärkste Alternative zum Testsieger und liegt mit 5.300 Pa nur knapp unter dessen Saugkraft. Wie der Roborock arbeitet er mit zwei rotierenden Mopps, hebt diese auf Teppich aber automatisch an, sodass Auslegeware beim kombinierten Saug-Wisch-Gang trocken bleibt. Seine Station ist besonders üppig ausgestattet: Sie saugt den Behälter ab, wäscht die Mopps und trocknet sie anschließend mit Warmluft, was Geruchsbildung vorbeugt. Im Betrieb fällt der Dreame angenehm leise auf, gerade auf Teppich bleibt er hörbar zurückhaltender als die Konkurrenz. Zu Platz 1 fehlt ihm vor allem wegen zweier Punkte etwas: Er ist mit rund 500 € spürbar teurer, und beim Umfahren kleiner, niedriger Hindernisse navigiert er etwas weniger zielsicher. Für sein Geld bekommt man dennoch einen rundum komfortablen Roboter mit erstklassiger Station.
- Saugkraft
- 5.300 Pa
- Wischen
- 2 rotierende Mopps mit Anheben
- Station
- Absaugen, Mopp-Wäsche & -Trocknung
- Preis
- ~500 €
Vorteile
- Sehr gute Saug- und Wischleistung
- Mopp-Anhebung schont Teppiche
- Station mit Mopp-Wäsche und Warmluft-Trocknung
- Angenehm leise, besonders auf Teppich
Nachteile
- Spürbar teurer als der Testsieger
- Etwas weniger zielsicher um kleine Hindernisse
Der Ecovacs Deebot N20 Pro ist der Preistipp im Test und kostet mit rund 300 € deutlich weniger als die beiden Erstplatzierten. Beim Saugen liefert er mit 5.000 Pa gute Ergebnisse und nimmt Krümel wie Tierhaare auf Hartboden zuverlässig auf. Beim Wischen reicht es dagegen nur für eine Auffrischung: Die einfache vibrierende Wischplatte feuchtet den Boden an, erreicht aber nicht die Gründlichkeit der rotierenden Mopps von Roborock und Dreame. Die Laser-Navigation arbeitet solide und kartiert die Wohnung ordentlich, wirkt im direkten Vergleich aber etwas behäbiger. Die Station beschränkt sich auf das Absaugen des Staubbehälters - Mopp-Reinigung und Wassernachfüllung muss man hier von Hand erledigen, was den Wartungsaufwand erhöht. Wer vor allem saugen lassen und nur gelegentlich wischen möchte, bekommt dafür ein faires Gesamtpaket.
- Saugkraft
- 5.000 Pa
- Wischen
- vibrierende Wischplatte
- Station
- Absaugen
- Preis
- ~300 €
Vorteile
- Günstigster Preis im Test
- Gute Saugleistung auf Hartboden
- Solide, zuverlässige Navigation
Nachteile
- Wischen nur als Auffrischung
- Station ohne Mopp-Reinigung
- Höherer manueller Wartungsaufwand
Häufige Fragen
Ersetzt ein Saugroboter den normalen Staubsauger?
Für die tägliche Bodenpflege ja - Saugroboter halten Hartböden und kurzflorige Teppiche zuverlässig sauber. Für Polster, Treppen und gründliche Grundreinigungen bleibt ein klassischer Staubsauger sinnvoll.
Wie wichtig ist die Station?
Sehr. Eine Station, die selbst absaugt und die Mopps reinigt, reduziert den Wartungsaufwand auf wenige Handgriffe pro Woche. Modelle ohne Station müssen häufiger manuell geleert werden.
Wie viel Saugkraft braucht man?
Für Hartböden reichen rund 4.000 Pa, für Teppiche und Haushalte mit Tieren sind 5.000 Pa und mehr empfehlenswert. Mindestens so wichtig wie der reine Pa-Wert sind Bürstendesign und Anpressdruck.
Kommen Saugroboter mit Tierhaaren zurecht?
Gute Modelle ja. Achten Sie auf eine Anti-Verwicklungs-Bürste, die langes Haar nicht aufwickelt, sowie auf ausreichende Saugkraft. Der Testsieger meistert Tierhaare im Test sehr gut.
Hinweis: Die Ergebnisse dieses Tests beruhen auf praktischen Vergleichen und Herstellerangaben und stellen keine Garantie dar. Reinigungsergebnis und Navigation hängen von Bodenbelag, Möblierung und Wohnungsgröße ab.
