Eine gute Mikrowelle erwärmt Speisen gleichmäßig, taut schonend auf und lässt sich ohne Bedienungsanleitung steuern. Wir haben vier Mikrowellen verglichen - vom Inverter-Kombigerät bis zur günstigen Solo-Mikrowelle.
Mikrowellen unterscheiden sich längst nicht mehr nur in der Wattzahl. Entscheidend sind ein gleichmäßiges Garbild ohne kalte Stellen, eine schonende Auftaufunktion, eine selbsterklärende Bedienung und ein leicht zu reinigender Garraum. In diesen Test haben wir Solo-Geräte und Kombimodelle mit Grill aufgenommen und sie unter Alltagsbedingungen ausprobiert.
Testergebnisse für 4 Mikrowellen
| Produkt | Leistung | Garraum | Preis | Qualitätsurteil | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Panasonic NN-CD58JSGPG Testsieger | 1.000 W | 27 l | ~180 € | 1,7 GUT |
| 2 | Samsung MG23K3515AK | 800 W | 23 l | ~140 € | 2,1 GUT |
| 3 | Bosch Serie 2 FFL023MS2 | 800 W | 20 l | ~150 € | 2,4 GUT |
| 4 | Severin MW 7763 Preistipp | 900 W | 25 l | ~90 € | 2,8 BEFRIEDIGEND |
Bewertungsskala: sehr gut (0,5-1,5) · gut (1,6-2,5) · befriedigend (2,6-3,5) · ausreichend (3,6-4,5) · mangelhaft (4,6-5,5)
So haben wir getestet
Wir haben jede Mikrowelle mit gleichen Speisen beladen und über mehrere Durchläufe geprüft: Wir erwärmten Wasser und Fertiggerichte, tauten Hackfleisch und Beeren auf und - bei Kombigeräten - überbacken und gratiniert. Bewertet wurden das gleichmäßige Garbild, die schonende Auftaufunktion, die Ausstattung (Grill, Programme, Drehteller), die Bedienung und Reinigung sowie Energieverbrauch und Lautstärke.
Gewichtung der Bewertungskriterien:
Kombi-Mikrowelle mit Grill & Heißluft · 1.000 W · 27 l · Inverter
Das ausgewogenste Gerät im Test: Die Inverter-Technik gibt die Leistung gleichmäßig ab statt im Ein-Aus-Takt, dadurch werden Speisen ohne heiße Ränder und kalte Mitte warm. Beim Auftauen bleibt Hackfleisch außen weich, ohne anzugaren. Grill und Heißluft machen aus der Mikrowelle ein kleines Kombigerät, mit dem sich auch überbacken und knusprig garen lässt. Der 27-Liter-Garraum fasst große Teller, die Bedienung ist klar gegliedert.
- Leistung
- 1.000 W (Inverter)
- Garraum
- 27 l, Drehteller 31,5 cm
- Funktionen
- Mikrowelle, Grill, Heißluft, Auftauen
- Preis
- ~180 €
Testergebnisse im Detail
Vorteile
- Sehr gleichmäßiges Erwärmen dank Inverter
- Schonendes Auftauen ohne Angaren
- Grill und Heißluft für mehr als Aufwärmen
- Großer 27-Liter-Garraum
Nachteile
- Benötigt etwas Stellfläche
- Höherer Preis als reine Solo-Geräte
Fazit: Klarer Testsieger. Gleichmäßiges Garbild, schonendes Auftauen und vielseitige Ausstattung - das beste Gesamtpaket im Test zu einem fairen Preis.
Die Samsung MG23K3515AK ist die starke Alternative zum Testsieger und bringt einen Grill für überbackene Gerichte sowie die praktische Keramik-Innenbeschichtung mit. Diese Beschichtung ist kratzfest, nimmt kaum Gerüche an und lässt sich besonders leicht auswischen - ein echter Pluspunkt im Alltag. Die Erwärmung gelingt gut und zuverlässig, ohne Inverter-Technik bleibt sie aber nicht ganz so gleichmäßig wie beim Panasonic, gelegentlich sind die Ränder wärmer als die Mitte. Der Garraum fällt mit 23 Litern etwas kleiner aus und schluckt große Teller nur knapp, dafür überzeugt die übersichtliche, selbsterklärende Bedienung. Mit rund 140 Euro ist sie günstiger als der Testsieger; für Platz 1 fehlen die gleichmäßigere Inverter-Erwärmung und die Heißluftfunktion.
- Leistung
- 800 W
- Garraum
- 23 l, Keramik-Innenraum
- Funktionen
- Mikrowelle, Grill, Auftauen
- Reinigung
- kratzfeste Keramik, leicht auswischbar
- Preis
- ~140 €
Vorteile
- Grill für überbackene Gerichte
- Kratzfeste, pflegeleichte Keramik-Innenbeschichtung
- Übersichtliche, selbsterklärende Bedienung
- Günstiger als der Testsieger
Nachteile
- Erwärmung ohne Inverter weniger gleichmäßig
- Garraum mit 23 l etwas kleiner
- Keine Heißluftfunktion
Die Bosch Serie 2 ist eine reine Solo-Mikrowelle und überzeugt vor allem mit der sauberen, langlebigen Verarbeitung, die man von der Marke erwartet. Drehregler und Tasten lassen sich angenehm präzise bedienen, die Tür schließt satt und die schlichte Edelstahloptik fügt sich gut in moderne Küchen ein. Beim reinen Erwärmen und Auftauen liefert sie zuverlässige Ergebnisse, auch wenn das Garbild ohne Inverter etwas weniger gleichmäßig ausfällt als beim Testsieger. Zwei Punkte kosten Boden auf die Spitze: Mit 20 Litern ist der Garraum der kleinste im Test und nimmt große Teller nur knapp auf, und es fehlen Extras wie Grill oder Heißluft. Für rund 150 Euro ist sie zudem nicht eben günstig. Wer eine kompakte, hochwertig verarbeitete Mikrowelle ohne Schnickschnack sucht, liegt hier richtig.
- Leistung
- 800 W
- Garraum
- 20 l, Drehteller
- Funktionen
- Mikrowelle, Auftauen
- Reinigung
- Edelstahl-Innenraum, leicht auswischbar
- Preis
- ~150 €
Vorteile
- Hochwertige, langlebige Verarbeitung
- Präzise Bedienung mit Drehreglern
- Schlichte Edelstahloptik
- Zuverlässiges Erwärmen und Auftauen
Nachteile
- Kleinster Garraum im Test (20 l)
- Kein Grill, keine Heißluft
- Für eine Solo-Mikrowelle recht teuer
Die Severin MW 7763 ist der Preistipp und mit rund 90 Euro das günstigste Gerät im Test. Erstaunlich ist, dass sie trotz des niedrigen Preises einen großzügigen 25-Liter-Garraum mitbringt, in den auch große Teller problemlos passen - mehr Platz als bei der deutlich teureren Bosch. Mit 900 W erwärmt sie zügig, und die einfache Bedienung über zwei Drehregler ist im Alltag selbsterklärend. Den Abstand zum Spitzenfeld erklären Verarbeitung und Garbild: Das Gehäuse wirkt einfacher, die Erwärmung fällt ohne Inverter ungleichmäßiger aus, und gelegentlich bleiben kalte Stellen, sodass man Speisen zwischendurch umrühren sollte. Grill oder Heißluft fehlen, der Betrieb ist zudem etwas lauter. Wer eine große, günstige Solo-Mikrowelle fürs reine Aufwärmen sucht, bekommt hier dennoch viel Garraum fürs Geld.
- Leistung
- 900 W
- Garraum
- 25 l, Drehteller
- Funktionen
- Mikrowelle, Auftauen
- Reinigung
- lackierter Innenraum, auswischbar
- Preis
- ~90 €
Vorteile
- Günstigster Preis im Test
- Großer 25-Liter-Garraum
- Zügiges Erwärmen mit 900 W
Nachteile
- Erwärmung ungleichmäßiger, kalte Stellen möglich
- Einfachere Verarbeitung
- Kein Grill, etwas lauter im Betrieb
Häufige Fragen
Was bringt die Inverter-Technik?
Ein Inverter gibt die Leistung gleichmäßig ab, statt zwischen voller Leistung und Pause zu wechseln. Das sorgt für ein gleichmäßigeres Erwärmen und schonenderes Auftauen - besonders bei empfindlichen Speisen ein spürbarer Vorteil.
Solo-Mikrowelle oder Kombigerät mit Grill?
Wer nur aufwärmt und auftaut, ist mit einer Solo-Mikrowelle gut bedient. Ein Kombigerät mit Grill oder Heißluft kann zusätzlich überbacken und knusprig garen - das ersetzt für kleine Portionen sogar den Backofen.
Wie viel Garraum brauche ich?
Für Singles und Paare reichen 20 Liter. Wer große Teller oder Auflaufformen nutzt, sollte zu 23 Litern oder mehr greifen - darunter passen viele Teller nicht mehr unter den Drehteller-Rand.
Wie reinige ich die Mikrowelle am einfachsten?
Eine Schale Wasser mit Zitrone für zwei Minuten erhitzen, danach lassen sich Spritzer mühelos abwischen. Geräte mit Keramik- oder Edelstahl-Innenraum sind zusätzlich kratzfest und nehmen Gerüche weniger an.
Hinweis: Die Ergebnisse dieses Tests beruhen auf praktischen Vergleichen und Herstellerangaben und stellen keine Garantie dar. Erwärmungsergebnis und Auftauverhalten hängen von Menge, Behälter und Ausgangstemperatur der Speisen ab.
