Eine Heißluftfritteuse macht Pommes, Hähnchen und Gemüse knusprig - mit deutlich weniger Öl als die klassische Fritteuse. Wir haben vier Airfryer auf Garergebnis, Bedienung und Reinigung verglichen.
Heißluftfritteusen garen mit zirkulierender heißer Luft und brauchen daher kaum Fett. Entscheidend sind ein gleichmäßiges Bräunungsergebnis, ein ausreichend großer Garraum, verständliche Programme und eine einfache Reinigung. In diesen Test haben wir nur Geräte mit ausreichendem Fassungsvermögen für einen Haushalt sowie spülmaschinenfesten Körben aufgenommen.
Testergebnisse für 4 Heißluftfritteusen
| Produkt | Volumen | Leistung | Preis | Qualitätsurteil | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Ninja Foodi Dual Zone AF300 Testsieger | 7,6 l | 2.470 W | ~200 € | 1,7 GUT |
| 2 | Philips Airfryer 3000 Series XXL | 5,6 l | 2.000 W | ~180 € | 2,0 GUT |
| 3 | Cosori Pro II Preistipp | 5,5 l | 1.700 W | ~110 € | 2,3 GUT |
| 4 | Tefal Easy Fry Dual | 8,3 l | 2.690 W | ~150 € | 2,8 BEFRIEDIGEND |
Bewertungsskala: sehr gut (0,5-1,5) · gut (1,6-2,5) · befriedigend (2,6-3,5) · ausreichend (3,6-4,5) · mangelhaft (4,6-5,5)
So haben wir getestet
In unserer Testküche haben wir mit jedem Gerät standardisierte Portionen zubereitet: tiefgekühlte Pommes, Hähnchenschenkel, frisches Gemüse und Backwaren. Bewertet wurden das Garergebnis (Bräunung, Gleichmäßigkeit, Knusprigkeit), die Bedienung samt Programmen und Vorheizen, die Ausstattung (Garraumgröße, Zonen, Zubehör), die Reinigung der Körbe sowie Energieverbrauch und Lautstärke. Geräte ohne herausnehmbare, spülmaschinenfeste Körbe blieben außen vor.
Gewichtung der Bewertungskriterien:
Heißluftfritteuse mit zwei Garräumen · 7,6 l · 2.470 W
Die ausgewogenste Heißluftfritteuse im Test: Zwei getrennte Garräume mit je 3,8 Litern bräunen gleichmäßig und ermöglichen es, zwei Gerichte parallel und mit der Sync-Funktion gleichzeitig fertig zu garen. Pommes werden rundum knusprig, Hähnchen bleibt innen saftig. Die Bedienung über das Touchdisplay ist klar gegliedert, die Antihaft-Körbe lassen sich problemlos in der Spülmaschine reinigen.
- Volumen
- 7,6 l (2× 3,8 l)
- Leistung
- 2.470 W
- Programme
- 6 Garfunktionen, Sync- & Match-Cook
- Preis
- ~200 €
Testergebnisse im Detail
Vorteile
- Zwei Garräume für zwei Gerichte parallel
- Gleichmäßige, knusprige Bräunung
- Sync-Funktion für gleichzeitiges Fertiggaren
- Spülmaschinenfeste Antihaft-Körbe
Nachteile
- Braucht viel Stellfläche auf der Arbeitsplatte
- Im Betrieb hörbares Gebläse
Fazit: Klarer Testsieger. Gleichmäßiges Garergebnis, zwei flexible Garräume und einfache Reinigung - das beste Gesamtpaket im Test zu einem fairen Preis.
Die starke Alternative zum Testsieger mit großem Einzelgarraum und besonders einfacher Bedienung. Die Philips bräunt zuverlässig und gleichmäßig, Pommes und Hähnchen gelingen knusprig, und das Fettablauf-System leitet austretendes Fett ab, sodass das Frittiergut nicht im Eigenfett liegt. Die übersichtlichen Voreinstellungen und die einfache Menüführung machen das Gerät gerade für Einsteiger attraktiv. Wer lieber eine große Portion am Stück gart als zwei kleine getrennt, ist hier gut aufgehoben - die Parallel-Zubereitung in zwei Zonen wie beim Ninja fehlt allerdings. Auch beim reinen Garraumvolumen liegt sie hinter dem Testsieger. Für Platz 1 reicht es vor allem wegen der fehlenden zweiten Garzone und der etwas geringeren Flexibilität nicht.
- Volumen
- 5,6 l
- Leistung
- 2.000 W
- Programme
- 7 Voreinstellungen, Warmhalten
- Preis
- ~180 €
Vorteile
- Besonders einfache Bedienung
- Zuverlässige, gleichmäßige Bräunung
- Fettablauf-System für knusprige Ergebnisse
- Großer Einzelgarraum
Nachteile
- Keine zweite Garzone für zwei Gerichte
- Weniger Gesamtvolumen als der Testsieger
Unser Preistipp liefert ein erstaunlich gutes Garergebnis zum kleinen Preis. Die Cosori bräunt Pommes und Gemüse gleichmäßig und arbeitet mit ihren 1.700 Watt zügig, auch wenn sie beim Vorheizen etwas länger braucht als die stärkeren Spitzenmodelle. Der 5,5-Liter-Korb fasst genug für zwei bis drei Personen, eine zweite Garzone für parallel zubereitete Gerichte fehlt jedoch. Die Bedienung über das Touchfeld ist eingängig, und die vielen Voreinstellungen nehmen Einsteigern das Rätselraten bei Zeit und Temperatur ab. Der antihaftbeschichtete Korb lässt sich leicht in der Spülmaschine reinigen. Für die Spitzenplätze fehlen die Flexibilität einer Dual-Zone und ein etwas knusprigeres Ergebnis bei Hähnchen.
- Volumen
- 5,5 l
- Leistung
- 1.700 W
- Programme
- 9 Voreinstellungen, Warmhalten
- Preis
- ~110 €
Vorteile
- Sehr günstiger Preis
- Gleichmäßige Bräunung bei Pommes und Gemüse
- Viele verständliche Voreinstellungen
- Spülmaschinenfester Antihaft-Korb
Nachteile
- Nur ein Garraum, keine Dual-Zone
- Vorheizen dauert etwas länger
- Hähnchen etwas weniger knusprig
Die Tefal punktet mit dem größten Fassungsvermögen im Test und zwei Garräumen, kann das Potenzial im Garergebnis aber nicht voll ausschöpfen. Mit 8,3 Litern und kräftigen 2.690 Watt bereitet sie große Mengen für die ganze Familie zu und gart zwei Gerichte gleichzeitig. In unseren Durchgängen fiel die Bräunung jedoch ungleichmäßiger aus als bei den vorderen Plätzen, sodass man das Frittiergut zwischendurch schütteln musste. Die Bedienung ist solide, das Display wirkt aber etwas einfach. Auch die Verarbeitung der Körbe erreicht nicht ganz das Niveau des Testsiegers. Wer vor allem viel Volumen sucht, bekommt es hier günstig - beim gleichmäßigen Garen muss man Abstriche machen.
- Volumen
- 8,3 l (2× 4,15 l)
- Leistung
- 2.690 W
- Programme
- 8 Garfunktionen, Sync-Ende
- Preis
- ~150 €
Vorteile
- Größtes Volumen im Test (8,3 l)
- Zwei Garräume für zwei Gerichte
- Kräftige Leistung für große Mengen
Nachteile
- Ungleichmäßigere Bräunung
- Display und Bedienung wirken einfach
- Körbe weniger wertig verarbeitet
Häufige Fragen
Wie viel Watt sollte eine Heißluftfritteuse haben?
Für einen schnellen Vorheizvorgang und gleichmäßige Bräunung sind rund 1.500 bis 2.000 Watt pro Garraum sinnvoll. Geräte mit zwei Zonen liegen entsprechend höher. Wichtiger als die reine Wattzahl ist jedoch eine gute Luftzirkulation.
Sind zwei Garräume (Dual Zone) sinnvoll?
Für mehrköpfige Haushalte ja. Zwei getrennte Zonen erlauben es, etwa Pommes und Hähnchen mit unterschiedlichen Temperaturen zuzubereiten und über eine Sync-Funktion gleichzeitig fertig zu garen. Für Singles reicht ein großer Einzelgarraum.
Muss man das Frittiergut mit Öl besprühen?
Nötig ist es nicht, ein wenig Öl verbessert aber Bräunung und Knusprigkeit - besonders bei frischen Kartoffeln und Gemüse. Ein Esslöffel oder ein kurzer Sprühstoß reicht meist aus.
Wie reinigt man eine Heißluftfritteuse?
Am einfachsten mit herausnehmbaren, antihaftbeschichteten Körben, die in die Spülmaschine dürfen. Das Gehäuse wischt man feucht ab. Eingebrannte Reste lassen sich nach kurzem Einweichen leicht lösen.
Hinweis: Die Ergebnisse dieses Tests beruhen auf praktischen Vergleichen und Herstellerangaben und stellen keine Garantie dar. Garergebnis und Garzeiten hängen von Lebensmittel, Menge und Vorlieben ab.
