Eine gute Dashcam filmt das Verkehrsgeschehen scharf bei Tag und Nacht, speichert wichtige Momente zuverlässig und lässt sich ohne Ablenkung bedienen. Wir haben drei verbreitete Auto-Kameras im Praxisvergleich getestet.
Dashcams sind kleine Frontkameras, die das Geschehen vor dem Fahrzeug dauerhaft in einer Endlosschleife aufzeichnen. Entscheidend sind eine scharfe Bildqualität mit gut lesbaren Nummernschildern - auch bei Dämmerung und Nacht -, eine zuverlässige Notfallaufzeichnung bei Erschütterungen (G-Sensor), eine einfache Bedienung ohne Ablenkung sowie eine solide Verarbeitung. In diesen Test haben wir drei beliebte Modelle unterschiedlicher Preisklassen aufgenommen. Bitte beachten Sie: In Deutschland ist die Nutzung nur unter engen datenschutzrechtlichen Vorgaben zulässig.
Testergebnisse für 3 Dashcams
| Produkt | Auflösung | Besonderheit | Preis | Qualitätsurteil | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Garmin Dash Cam 57 Testsieger | 1440p (QHD) | Sprachsteuerung, GPS | ~180 € | 1,6 GUT |
| 2 | Nextbase 322GW | 1080p (Full HD) | Touchscreen, Notruf-SOS | ~120 € | 2,0 GUT |
| 3 | Viofo A129 Plus Preistipp | 1440p (QHD) | WLAN, GPS-Modul | ~100 € | 2,7 BEFRIEDIGEND |
Bewertungsskala: sehr gut (0,5-1,5) · gut (1,6-2,5) · befriedigend (2,6-3,5) · ausreichend (3,6-4,5) · mangelhaft (4,6-5,5)
So haben wir getestet
Über mehrere Wochen haben wir die Dashcams im Alltag bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen geprüft. Bewertet wurden die Bildqualität bei Tag, Dämmerung und Nacht (insbesondere die Lesbarkeit von Nummernschildern), die Bedienung und die zugehörige App, die Ausstattung wie GPS, Notfallaufzeichnung und Parküberwachung sowie die Verarbeitung und Befestigung. Geprüft wurde mit identischer Montage an der Windschutzscheibe; die Aufnahmen wurden auf einem kalibrierten Monitor verglichen.
Gewichtung der Bewertungskriterien:
1440p · Sprachsteuerung · GPS · sehr kompakt
Die ausgewogenste Dashcam im Test: Die 1440p-Auflösung liefert bei Tag das schärfste Bild des Vergleichs, und auch bei Nacht bleiben Nummernschilder dank guter Belichtung meist lesbar. Das winzige Gehäuse verschwindet hinter dem Rückspiegel und stört die Sicht kaum. Besonders praktisch ist die Sprachsteuerung, mit der sich Aufnahmen und Fotos ohne Ablenkung starten lassen. Das integrierte GPS protokolliert Position und Geschwindigkeit präzise. Einziger Wermutstropfen: Das Display fällt sehr klein aus, und der Funktionsumfang erschließt sich erst über die zugehörige App.
- Auflösung
- 1440p (QHD), 140° Sichtfeld
- Bedienung
- Sprachsteuerung, kleines Display
- Besonderheit
- GPS, Parküberwachung, sehr kompakt
- Preis
- ~180 €
Testergebnisse im Detail
Vorteile
- Schärfste Aufnahmen im Test, auch bei Nacht stark
- Sprachsteuerung ermöglicht ablenkungsfreie Bedienung
- Sehr kompaktes Gehäuse, dezente Montage
- Präzises GPS mit Geschwindigkeits-Protokoll
Nachteile
- Sehr kleines Display, Menüs gewöhnungsbedürftig
- Höchster Preis im Test
Fazit: Klarer Testsieger. Beste Bildqualität, durchdachte Sprachsteuerung und präzises GPS in einem winzigen Gehäuse - das beste Gesamtpaket im Test.
Die komfortable Empfehlung und die richtige Wahl für alle, die eine möglichst einfache Bedienung schätzen. Der große, helle 2,5-Zoll-Touchscreen führt verständlich durch die Menüs und macht das Einrichten deutlich angenehmer als das winzige Display des Testsiegers. Ein echtes Sicherheitsplus ist die Notruf-Funktion (Emergency SOS), die bei einem schweren Unfall automatisch den Rettungsdienst alarmiert und die Position übermittelt - das bietet im Test sonst keine Kamera. Die magnetische Halterung erleichtert den Ein- und Ausbau. Beim Bild reicht es jedoch nicht ganz an Platz 1 heran: Die Full-HD-Aufnahmen sind bei Tag gut, fallen bei Nacht aber wegen der geringeren Auflösung sichtbar hinter die schärfere 1440p-Garmin zurück, sodass Nummernschilder im Dunkeln seltener lesbar bleiben. Für den günstigeren Preis ist das ein vertretbarer Kompromiss.
- Auflösung
- 1080p (Full HD), 140° Sichtfeld
- Bedienung
- 2,5"-Touchscreen
- Besonderheit
- Notruf-SOS, magnetische Halterung
- Preis
- ~120 €
Vorteile
- Großer, heller Touchscreen
- Automatischer Notruf bei schwerem Unfall
- Praktische magnetische Halterung
- Günstiger als der Testsieger
Nachteile
- Nur Full HD statt 1440p
- Schwächere Nachtaufnahmen
Der Preistipp im Test und das günstigste Modell im Vergleich. Bemerkenswert ist, dass die A129 Plus für unter 100 € dieselbe scharfe 1440p-Auflösung wie der deutlich teurere Testsieger bietet und bei Tageslicht entsprechend detailreiche Aufnahmen liefert. WLAN für die Übertragung aufs Smartphone ist an Bord, ein GPS-Modul lässt sich optional nachrüsten, und ein Parkmodus ist ebenfalls vorhanden. Die niedrigere Note erklärt sich vor allem durch die Handhabung: Die Bedienung über die physischen Tasten ist weniger intuitiv als ein Touchscreen, und die zugehörige App wirkt eher technisch und wenig aufgeräumt. Bei Nacht zeigt das Bild zudem spürbar mehr Rauschen als bei den beiden Erstplatzierten, weil die Belichtung weniger ausgereift ist. Wer bereit ist, sich einzuarbeiten, bekommt aber viel Auflösung fürs Geld.
- Auflösung
- 1440p (QHD), 140° Sichtfeld
- Bedienung
- Tasten + WLAN-App
- Besonderheit
- GPS-Modul optional, Parkmodus
- Preis
- ~100 €
Vorteile
- Günstigster Preis im Test
- Scharfe 1440p-Auflösung bei Tag
- WLAN und optionales GPS-Modul
- Parkmodus integriert
Nachteile
- Bedienung über Tasten wenig intuitiv
- App wirkt technisch
- Mehr Bildrauschen bei Nacht
Häufige Fragen
Sind Dashcams in Deutschland erlaubt?
Die Nutzung ist erlaubt, unterliegt aber dem Datenschutz: Eine permanente, anlasslose Daueraufzeichnung ist unzulässig. Empfehlenswert sind Modelle mit kurzer, sich überschreibender Schleife, bei denen nur bei einem Ereignis (G-Sensor) eine Sequenz dauerhaft gespeichert wird. Aufnahmen dürfen nicht veröffentlicht werden.
Welche Auflösung sollte eine Dashcam haben?
Full HD (1080p) reicht für viele Situationen, doch 1440p (QHD) oder höher liefert deutlich besser lesbare Nummernschilder - besonders bei größerer Entfernung und in der Dämmerung. Unser Testsieger filmt in 1440p.
Was bedeutet die Parküberwachung?
Im Parkmodus überwacht die Kamera das Fahrzeug auch bei abgestelltem Motor und startet bei einer Erschütterung automatisch eine Aufnahme. Dafür ist meist eine Dauerstrom-Verkabelung nötig, da der reine Akku- bzw. Kondensatorbetrieb nur kurz ausreicht.
Brauche ich eine eigene Speicherkarte?
Ja. Die meisten Dashcams werden ohne microSD-Karte geliefert. Empfehlenswert sind speziell für Dauerschreiben ausgelegte "High Endurance"-Karten mit ausreichender Kapazität (mind. 64 GB), da normale Karten durch das ständige Überschreiben schneller verschleißen.
Hinweis: Die Ergebnisse dieses Tests beruhen auf praktischen Vergleichen und Herstellerangaben und stellen keine Garantie dar. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Dashcams sind je nach Land unterschiedlich und können sich ändern - informieren Sie sich vor der Nutzung über die geltenden Datenschutzbestimmungen.
